Schulkonzept

Mit Engagement machen in der Grundschule an der Marie Lehrer/innen, Erzieher/innen, Eltern und Schüler/innen das Leitbild unserer Schule zur Grundlage ihres Handelns: Unsere Schule bietet Kindern mit ihren Unterschiedlichkeiten - nach Herkunft und geistigen sowie körperlichen Voraussetzungen - eine Heimstätte des Zusammenlebens und des gemeinsamen Arbeitens. Unser Ziel ist es, schulische Rahmenbedingungen zu schaffen, so dass jedes Kind bestmögliche Entwicklungschancen hat. Unsere Schule bietet zudem die Voraussetzung für "barrierefreies" Lernen, verfügt also über die Ausstattung für körperbehinderte Kinder (Fahrstuhl/Toiletten...).

Wir messen die Qualität unserer Schule nicht nur an unseren pädagogischen Konzepten und unserem Schulunterricht. Ebenso wichtig ist uns die Gestaltung des Schüleralltags außerhalb der Klasse, also vor und nach dem Unterricht. Grundvoraussetzung für ein gutes Schulklima sind daher eine offene Kommunikation und ein fruchtbarer Austausch aller am Schulleben Beteiligten sowie der Wille zur Kooperation und gegenseitigen Unterstützung.

 

Schulprogramm

Unser Schulprogramm spiegelt die pädagogische Grundorientierung des Kollegiums wider und ist Ausdruck der Verantwortung von allen, die sich am Schulleben beteiligen. Am Ende des Schuljahres 1999/2000 hatten wir beschlossen, am Pilotprojekt "Schulprogrammentwicklung und Evaluation" teilzunehmen und ein neues Schulprogramm zu entwickeln. Dies eröffnete uns die Chance - begleitet von Pägagogikexperten - neue Vorstellungen und Visionen zu definieren, wie eine qualitativ bessere Grundschule an der Marie gestaltet sein soll. Das damals formulierte Schulprogramm stellt seitdem unsere schulische Arbeit auf ein gemeinsames Fundament.

Die Schulanfangsphase

Die Schulanfangsphase (SAPH) umfasst in unserer Grundschule an der Marie aktuell sechs jahrgangsgemischte Klassen. Entsprechend dem individuellen Lernstand verweilen SAPH-Schüler zwischen ein und drei Jahren in der Schulanfangsphase, bevor sie in die 3. Klasse kommen. Das Grundprinzip des jahrgangsübergreifenden Lernens ist es, die Heterogenität der Kinder zu akzeptieren und damit kreativ und konstruktiv umzugehen. Das heißt, Vielfalt in der Klasse hinsichtlich Begabungen, Lern- und Leistungsniveau werden nicht als hinderlich angesehen, sondern möglichst zielgerichtet genutzt, erweitert und als Lernchance betrachtet.

Unsere LernanfängerInnen der 1. Klassen werden nach dem Schulstart in das gewachsene soziale Gefüge von Zweitklässlern aufgenommen. Dies bietet ihnen Halt und Orientierung in der neuen schulischen Umgebung, mit den älteren Kindern lernen und erleben sie die Regeln und Rituale der Schule. Dies hilft den jüngeren Kindern, sich in der noch fremden schulischen Umgebung einzuleben. Für viele ist der Schulbesuch nach der Zeit im Kindergarten eine große Herausforderung.

Die älteren Klassenmitglieder fungieren als "Paten" der Erstklässler. Eine Rolle, die sich positiv auf ihr Selbstbewusstsein auswirkt und vor allem ihr Sozial- und Lernverhalten stärkt. Es ist gut zu beobachten, wie Zweitklässler durch das gemeinsame Lernen mit den Erstklässlern ihre eigenen Lernentwicklungen bewusster wahrnehmen und schon Gelerntes sich verfestigen kann.

Während eines Schultages erleben die Kinder im Klassen- und Teilungsunterricht sowohl frontale Unterrichtsphasen wie auch offenes Lernen in Form von Tages- und Wochenplänen und Freiarbeit. Darüber hinaus arbeiten die Kinder regelmäßig an längeren Projekten und Themen, lernen an Stationen und haben die Möglicheit zur Werkstattarbeit.

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Inklusion - Eine Schule für alle

An unserer Schule ist das schon seit 1992 möglich. Es werden Kinder mit allen sonderpädagogischen Förderschwerpunkten integriert. Weil unsere Schule barrierefrei gestaltet und mit Aufzügen ausgestattet ist, können wir auch Kinder mit körperlichen Problemen aufnehmen. Wir haben einen fest angestellten Sonderpädagogen mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache und Verhalten. Von seiner Expertise profitieren nicht nur Integrationskinder, sondern auch Schüler/innen, die zwar keinen offiziell anerkannten Förderstatus haben, aber dennoch punktuell Unterstützung in einzelnen Feldern benötigen. Der Sonderpädagoge unterstützt unsere Integrationskinder u.a. auch in den Phasen von Frontalunterricht oder während der Freiarbeit in der Klasse. So können Intergrationskinder bei ihren Schulkameraden bleiben, arbeiten und lernen.Besonders bewährt hat es sich, Zweiergemeinschaften, aber auch Kleingruppen aus einer Klasse oder aus verschiedenen Klassen mit den gleichen Zielen zu fördern. Außerdem praktizieren wir die klassenübergreifende Poolbildung von Integrationskindern: Das heisst, alle Kinder mit sprachlichen Problemen werden gemeinsam gefördert, so dass der vorhandene Stundenpool für Förderstunden auf einem breiten Raum genutzt wird.

Gemeinsam mit den Eltern von Integrationskindern oder Schüler/innen mit Förderbedarf klären wir die Ziele der Förderung ab und informieren laufend über Erfolge. Wir bemühen uns zudem die Schulhort-Erzieher/innen in die Planung und Realisierung der Förderziele unserer Integrationskinder einzubeziehen. Die Zusammenarbeit mit regionalen Förder- und Entwicklungsdiensten, uns bekannten Logopäde/innen, Ergo- und Physiotherapeute/innen, Psychologe/innen und dem Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) hat sich als sehr förderlich erwiesen und hat zur Qualitätsverbesserung der sonderpädagogischen Förderung an der Grundschule an der Marie beigetragen.